
Merkmale von S-VHS-Kassetten
Technische Spezifikationen
-
Abwärtskompatibler VHS-Standard, eingeführt 1987 von JVC.
-
Laufzeiten im SP-Modus: 0,5–5 Stunden (PAL), 0,5–3,5 Stunden (NTSC); im LP-Modus jeweils die doppelte Dauer.
-
Magnetband aus hochwertiger, eisenoxidbeschichteter Folie mit erhöhter Partikeldichte.
-
Gleiche Kassettengröße wie VHS, jedoch mit zusätzlicher Lochstanzung am Unterboden zur automatischen Erkennung und Umschaltung im S-VHS-Recorder.
Frequenzparameter im Vergleich zu VHS
Die Verbesserung der Bildqualität gegenüber VHS zeigt sich vor allem in der deutlich höheren Videobandbreite und Auflösung sowie im erweiterten FM-Hubbereich für das Helligkeitssignal:
| Parameter | VHS | S-VHS |
|---|---|---|
| Videobandbreite (–10 dB) | 3 MHz | 4,9 MHz |
| Horizontale Auflösung | ca. 240 Zeilenpaare | ca. 400 Zeilenpaare |
| FM-Hubbereich (Luminanz) | 1,0 MHz | 1,6 MHz |
| Chrominanz-Trägerfrequenz | 629 kHz | 743 kHz |
Gehäuse & Kompatibilität
Im Gehäuse entspricht S-VHS exakt dem Standard-VHS-Format. Dank der Boden-Öffnung erkennt jeder S-VHS-Recorder die Kassette automatisch und schaltet auf das erweiterte Bandbreitenprofil um. Viele Geräte bieten zudem die JVC-„S-VHS ET“-Funktion, mit der selbst gewöhnliche VHS-Bänder auf 400 Linienpaar-Niveau aufgezeichnet werden können.
Einsatzbereiche & Verbreitung
S-VHS wurde vor allem von Amateur- und semiprofessionellen Filmproduzenten sowie in der Medizintechnik (z. B. Ultraschall- oder endoskopische Aufzeichnungen) geschätzt. Im Heimsegment blieb der Marktanteil gering, da S-VHS-Rekorder und -Bänder teurer waren und viele Fernseher noch keinen separaten S-Video-Eingang boten.
Datenquelle: KI (Copilot)
Beispiel einer Digitalisierung