
Merkmale der MiniDisc (MD)
Definition & Entstehung
Die MiniDisc (MD) wurde 1992 von Sony eingeführt und ist ein magneto‑optisches, digitales Speichermedium für Audioaufnahmen.
Sie sollte die analoge Musikkassette ersetzen und bot erstmals ein robustes, wiederbeschreibbares, digitales Format für portable Musikgeräte.
MiniDisc war besonders in Japan und Europa verbreitet.
Bauform & Kompatibilität
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Kompakte Kassette im 7‑cm‑Format, geschützt durch ein Kunststoffgehäuse mit Schiebeklappe.
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Magneto‑optisches Medium: Schreiben erfolgt magnetisch, Lesen optisch (780‑nm‑Laser).
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MD‑Geräte sind nicht kompatibel mit CD, DAT oder anderen optischen Medien.
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Zwei Hauptvarianten:
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MD (Standard) – wiederbeschreibbar
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MD‑R – einmal beschreibbar
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Spätere Geräte unterstützen Hi‑MD, ein erweitertes Format mit höherer Kapazität.
Audioformat & Klangqualität
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Kompression über ATRAC‑Codec (Adaptive Transform Acoustic Coding).
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Typische Modi:
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SP (ATRAC) – ca. CD‑ähnliche Qualität
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LP2 (ATRAC3) – längere Laufzeit, gute Qualität
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LP4 (ATRAC3) – sehr lange Laufzeit, reduzierte Qualität
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Hi‑MD ermöglicht PCM‑Aufnahme ohne Kompression.
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Digitale Schnittstellen:
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optischer Eingang (TOSLINK)
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digitale Kopierkontrolle (SCMS)
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Sehr robust gegenüber Erschütterungen durch Puffer‑Speicher (Anti‑Shock‑Memory).
Kapazität & Laufzeit
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Standard‑MiniDisc: 140 MB, entspricht:
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74–80 Minuten in SP
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160 Minuten in LP2
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320 Minuten in LP4
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Hi‑MD:
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bis 1 GB Kapazität
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bis zu 8 Stunden PCM oder deutlich mehr in komprimierten Modi
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Anwendungsbereiche
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Portable Musikplayer (Walkman‑Nachfolger).
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Live‑Mitschnitte, Proben, Interviews.
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Semi‑professionelle Audioaufnahmen (Journalismus, Theater, Bands).
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Datenaufzeichnung bei Hi‑MD (USB‑Massenspeicherfunktion).
Verbreitung
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Besonders populär in den 1990ern und frühen 2000ern.
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Wurde später durch MP3‑Player, Flash‑Speicher und Smartphones verdrängt.
Quelle: KI (Copilot)