
Merkmale von DAT (Digital Audio Tape)
Definition & Entstehung
DAT (Digital Audio Tape) ist ein digitales Magnetband‑Audioformat, das Mitte der 1980er‑Jahre von Sony entwickelt wurde.
Es sollte die analoge Studio‑Bandtechnik ersetzen und bot erstmals digitale Audioaufzeichnung in kompakter Kassettengröße.
DAT wurde schnell zum Standard in professionellen Tonstudios, im Rundfunk und bei hochwertigen Live‑Mitschnitten.
Bauform & Kompatibilität
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Kassettengröße: 73 × 54 × 10,5 mm (ähnlich einer MiniDV‑Kassette).
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Magnetband wird schrägspur‑/Helical‑Scan‑basiert beschrieben (ähnlich Videotechnik).
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DAT‑Kassetten sind nicht kompatibel mit anderen Formaten wie MiniDV, DCC oder Audio‑Kassetten.
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Wiedergabe nur in DAT‑Recordern oder professionellen Studio‑Decks.
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Schreibschutz über Schiebeschalter an der Kassette.
Audioformat & Klangqualität
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Digitale PCM‑Aufzeichnung mit folgenden Samplingraten:
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48 kHz / 16‑bit (Studio‑Standard)
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44,1 kHz / 16‑bit (CD‑Qualität)
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32 kHz / 12‑bit (Longplay, Sprache)
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Dynamikumfang: bis ca. 96 dB.
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Sehr geringe Verzerrungen und Rauschen durch digitale Speicherung.
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Unterstützt ID‑Marken, Start‑IDs, Skip‑IDs und Timecode‑ähnliche Positionsdaten.
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Dropouts können hörbare digitale Artefakte verursachen, da keine analoge „Fehlerverdeckung“ existiert.
Laufzeit
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Typische Kassettenlängen:
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DAT‑60 → ca. 60 Minuten
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DAT‑90 → ca. 90 Minuten
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DAT‑120 → ca. 120 Minuten (dünneres Band, empfindlicher)
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Longplay‑Modus (32 kHz) ermöglicht längere Laufzeiten, jedoch mit reduzierter Qualität.
Anwendungsbereiche
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Professionelle Musikproduktion (Mastering, Mixdown).
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Rundfunk und Hörfunkarchive.
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Live‑Mitschnitte und Konzertaufnahmen.
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Mobile Reportage‑Recorder im Journalismus.
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Hochwertige private Audioaufnahmen in den 1990ern.
Verbreitung
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Ab Ende der 1980er bis Mitte der 2000er ein zentraler Standard im professionellen Audiobereich.
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Wurde später durch dateibasierte Recorder, Harddisk‑Systeme und Flash‑Speicher ersetzt.
Quelle: KI (Copilot)